LIVE | SPRINTSTAFFEL 1.10.2017

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ZEITPLAN SONNTAG 1.10.2017:

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Kyburz gegen Hubmann: Das Duell an der Spitze

An der Spitze des OL-Gesamtweltcups kommt es beim EGK OL-Weltcupfinal in Grindelwald ein weiteres Mal auch zu einem schweizerischen Duell: Matthias Kyburz gegen Daniel Hubmann. Ein Interview.
Die beiden Schweizer Matthias Kyburz und Daniel Hubmann gehören seit Jahren zu den besten Orientierungsläufer der Welt. So sind die beiden Topathleten auch in diesem Jahr im Weltcupklassement ganz oben zu finden. Matthias Kyburz führt das Klassement an, Daniel Hubmann lauert als Drittplatzierter hinter dem Schweden Martin Regborn.

Noch haben beide Schweizer die Chance, den Gesamtweltcup zu gewinnen. Wie gehen die beiden Athleten mit diesem Duell an der Spitze um, wo sehen sie ihre Stärken und Schwächen im Vergleich zum anderen und auf welches Rennen freuen sie sich am meisten? Die Antworten auf diese Fragen sind im untenstehenden Interview zu finden.

Wie bereitet ihr euch in den letzten zehn Tagen vor dem Saisonfinal auf die Wettkämpfe vor?
hubmann danielMatthias Kyburz: Das Weltcupfinal findet dieses Jahr in alpinem Terrain statt und das Laufgelände ist extrem steil. Daher baue ich bewusst viele Höhenmeter in mein Training ein. Die letzten Tage vor dem Lauf dienen dann der Erholung.
Daniel Hubmann: Ich mache noch das eine oder andere relevante Training in alpinem Gelände, um mich auf den Weltcupfinal einzustimmen.

Gibt es einen Wettkampf, auf den ihr euch am meisten freut?
Kyburz: Ich freue mich am meisten auf die Mitteldistanz vom Samstag. Es wird ein spannender, knackiger, technischer Lauf werden und die Zuschauer werden uns im Ziel auf dem Eigerplatz in Grindelwald unterstützen. Zudem wird es wohl bis zum letzten Posten spannend bleiben, wer dieses Jahr den Gesamtweltcup gewinnen wird.
Hubmann: Ich freue mich auf den ersten Wettkampf, die Langdistanz. Das wird bestimmt eine spannende Herausforderung, die uns alle fordern wird. Zudem gibt es vom Gebiet noch keine OL-Karte, was den Reiz zusätzlich erhöht.

Ist das Duell zwischen euch an der Spitze des Gesamtweltcups ein Thema untereinander?
Hubmann: Wir trainieren hin und wieder zusammen und sprechen auch über die Wettkämpfe in Grindelwald. Nicht aber über den Punktestand, darüber mache ich mir selbst auch nicht allzu viele Gedanken.
Kyburz: Bisher ist der Konkurrenzkampf kein Thema, das war es auch nicht in der Vergangenheit. Seit einigen Jahren duellieren wir uns an der Weltspitze – sei das nun im Gesamtweltcup oder an den Weltmeisterschaften. Das ist nichts Neues. Klar, ich habe den Ehrgeiz Daniel Hubmann zu schlagen. Falls er aber mich schlagen sollte, wäre es mir tausendmal lieber er behält die Trophäe in der Schweiz, als ein ausländischer Konkurrent gewinnt den Gesamtweltcup.

kyburz matthiasWo liegen euren Stärken im Vergleich zu deinem Kollegen?
Kyburz: Ich kann mich oft sehr gut bis zum Schluss der Saison motivieren und im Herbst mit einer grösseren Portion Lockerheit laufen, als noch vor der WM. Zudem kann ich meine Schnelligkeit im offenen alpinen Gelände gut zum Tragen bringen.
Hubmann: Mein Vorteil ist, dass ich schon ein paar Jahre mehr dabei bin und so als Routinier auf gewisse Erfahrungen zählen kann.

Wo hast du Schwächen im Vergleich zu deinem Kollegen?
Kyburz: Über die Langdistanz laufe ich nicht so konstant wie Hubmann. Ich mache oft den einen Fehler zu viel. Oft bekunde ich bei Wettkämpfen in ruppigem Gelände mehr Müher als er.
Hubmann: Rein physisch, sprich wenn die Strecke ausgeflaggt wäre, würde ich wohl nicht gewinnen.

Wer wird den Gesamtweltcup gewinnen?
Kyburz: Natürlich hoffe ich, dass ich mir den Sieg sichern kann. Ich bin noch hungrig auf Erfolg, nachdem ich an der WM meine Ziele verfehlt habe. Zudem habe ich bisher dreimal meine Führung im Gesamtweltcup am Weltcupfinal erfolgreich verteidigt.
Hubmann: Da wette ich natürlich auf mich. Als Dritter im Gesamtweltcup bin ich zwar unter Zugzwang, doch das ist ein guter Ansporn für die zwei abschliessenden Rennen in Grindelwald. Auf der anderen Seite hat Matthias Kyburz den Druck des Leaders, dem er erst einmal standhalten muss.